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Gerüchte um neue Lücke in Windows |
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Auf der neuseeländischen Sicherheitskonferenz Kiwicon
hat ein Hacker über eine Sicherheitslücke in Windows berichtet, durch
die eine große Anzahl von Windows-PCs Gefahr laufen soll, von Angreifer
ausgespäht oder kontrolliert zu werden. Bei der Lücke soll es sich um
einen Wiedergänger handeln: die Windows Proxy Autodiscovery (WPAD), mit
welcher der Internet Explorer 6/7 einen im Netz vorhandenen Webproxy
automatisch findet und in seine Konfiguration einträgt.
Schafft es ein Angreifer einen Internet Explorer mittels eines
eigenen WPAD-Server davon zu überzeugen, über seinen manipulierten
Proxy zu surfen, so wäre der Angreifer in der Lage, den HTTP-Verkehr
mitzulesen. Sogar das Lesen verschlüsselter SSL-Verbindungen wäre über
eine Man-in-the-Middle-Attacke möglich, wenn ein Anwender die im
Browser angezeigte Fehlermeldung achtlos wegklickt. Allerdings muss der
Angreifer dazu in der Regel bereits in ein LAN vorgedrungen sein.
Neuseeländischen Medienberichten zufolge behauptet der Entdecker des
Problems jedoch, dass der Angriff im vorliegenden Fall auch aus dem
Internet funktioniert. Microsoft soll über das Problem informiert sein
und bereits mit Hochdruck an einer Lösung arbeiten.
Genauere Informationen sind derzeit nicht erhältlich. Ob es sich
wirklich um ein neues Problem handelt oder nur um einen Abklatsch der
bereits im März bekannt gewordenen Schwachstelle,
ist derzeit unklar. Damals hatte Microsoft kein Update zu dem Problem
herausgegeben, sondern nur einen Workaround veröffentlicht. Sofern im
DNS und WINS noch keine WPAD-Einträge vorhanden sind oder die
Proxy-Einstellungen per DHCP nicht richtig übertragen werden, empfahl
Microsoft, statische Einträge anzulegen, damit ein Angreifer keine
eigenen Einträge mehr hinzufügen kann. Bereits 1999 hatte Microsoft mit
einem WPAD-Problem im Internet Explorer 5 zu kämpfen. Anwender können
im Zweifel im Internet Explorer die Option "Automatische Suche der
Einstellungen" unter
Extras/Internetoption/Verbindungen/LAN-Einstellungen/ deaktivieren.
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