|
Microsoft gibt Preise für Windows Server 2008 bekannt |
|
Microsoft nennt auf dem TechEd IT Forum in Barcelona
erstmals Preise für Windows Server 2008 und kündigt Ausstattungsdetails
an. So äußert sich Redmond genauer dazu, wie man sich die Integration
des Hypervisors für die Systemvirtualisierung in den Windows Server
vorstellt. Der heißt ab sofort nicht mehr Viridian, sondern "Hyper-V"
und wird von Microsoft zur Technologie befördert. Daraus soll auch ein
separates Produkt namens "Hyper-V Server" werden – mehr, als dass es
sich um einen Standalone-Hypervisor handeln soll, verriet Microsoft
indes vorerst nicht.
Wie gehabt wird es den Windows Server 2008 grundsätzlich in vier
Versionen geben. Die Ausgaben Standard und Enterprise sowie Datacenter
kosten knapp 1000 respektive 4000 US-Dollar beziehungsweise bei der
Datacenter-Edition 3000 US-Dollar pro CPU. Dabei enthält die
Standard-Ausgabe fünf Client Access Lizenzen (CALs) und die
Enterprise-Version immerhin 25 solcher CALs; zu den CALs für die in der
pro CPU mit 3000 US-Dollar zu Buche schlagenden Datacenter-Ausgabe
äußert sich Microsoft nicht. Außerdem will Microsoft als vierte
Variante eine "Web Server"-Edition für rund 500 US-Dollar
herausbringen. Alle Versionen des Windows Server 2008 soll es in einer
32- und 64-Bit-Version geben. Hinzu gesellt sich eine Variante für
Intels Itanium (ebenfalls 3000 US-Dollar pro CPU).
Zu den genannten Preisen sollen die Server (mit Ausnahme der
Web-Server- und Itanium-Version) bereits Hyper-V mitbringen; das gilt
allerdings nur für die 64-Bit-Versionen, denn eine entsprechende CPU
einschließlich Funktionen zur Virtualisierungsunterstützung ist
Voraussetzung. Für einen Preisnachlass von 28 US-Dollar (den
empfohlenen Verkaufspreis des Hyper-V-Servers) soll es die Server auch
ohne Virtualisierung geben; Microsoft gibt die Verkaufspreise für
Standard- Enterprise und Datacenter-Server ohne Hyper V mit 971, 3971
bzw. 2971 US-Dollar an.
In Schweigen hüllen sich die aktuellen Ankündigungen Microsofts zur
Verfügbarkeit: Den Server wollen die Redmonder am 28. Februar 2008
weltweit einführen; zur Virtualisierung hieß es bisher stets "180 Tage
nach dem Server", was jetzt nicht präzisiert wurde. Stattdessen legt
Microsoft Ankündigungen nach: Ab Juni 2008 soll es ein "Server
Virtualization Validation Program" geben, mit dem Hersteller andere
Virtualisierungslösungen für die Zusammenarbeit mit dem Windows Server
2008 und auch ältere Versionen prüfen können. Xen, bei dem Microsoft
eng mit Novell zusammenarbeitet, wird konkret genannt. Auf der
Veranstaltung rührt Microsoft auch die Werbetrommel für seine "System
Center"-Produkt, die Konfigurations-Management, Backup und Restore
sowie Virtualisierung im Zaum halten helfen sollen. Seine MSDN- und
TechNet-Ressourcen dazu will Microsoft Community-mäßig ausbauen.
Interessant ist auch, dass es eine öffentliche Beta der
Awendungsvvirtualisierung geben soll, die Microsoft mit SoftGrid
eingekauft hat. (ps/c't)
|